Kultur der Digitalität und Schule

Schülerarbeit K12
Schülerarbeit K12

In den letzten Monaten mussten Schülerinnen und Schüler notgedrungen per Fernunterricht beschult werden. Ad hoc wurde der Unterricht auf Email-Postkästen und digitale Plattformen ausgelagert. Eine bewusst gestaltete Kultur der Digitalität ist indes nicht allerorts sichtbar. 

Als der letzte Diskussionsbeitrag in dieser Reihe zum Thema Digitalisierung und Schule verfasst wurde, ahnten wir noch nichts von dem bevorstehenden Ausnahmezustand. 

In diesem Text wurden gesellschaftliche Veränderungen und ein sich allmählich abbildender Wandel in der Arbeitswelt skizziert und Rückschlüsse für Schule und Bildung formuliert. Im Kern ging es darum, darzustellen, dass es bei Digitalisierung um weit mehr geht, als den Einsatz digitaler Werkzeuge: die Digitalisierung bringt veränderte Wahrnehmungs- Handlungs- Kommunikations- und Denkformen mit sich, die sich in allen Bereichen des Lebens abbilden und damit einen kulturellen Wandel anstoßen. Traditionelle Bildungsziele wie Mündigkeit, Autonomie, Perspektiven- und Verantwortungsübernahme, sowie Gestaltungsfähigkeit rücken in diesem, auch eine transformierte Lernkultur fordernden Prozess auf neue Weise in den Fokus. 

Beschleunigte Schulentwicklung

Die letzten Wochen zeigten nachdrücklich, dass sich Lehrerinnen und Lehrer über alle Schulformen und Fächer hinweg in umfassender Weise mit diesen Veränderungen auseinandersetzen müssen. Im Idealfall bringen sich Bildungseinrichtungen in die Gestaltung des kulturellen Wandels aktiv ein; eine Mindestanforderung ist es allemal, vor dem Hintergrund veränderter Bedingungen und Anforderungen Lernkultur zu reflektieren. Daher greifen wir hier das Thema noch einmal vor den Erkenntnissen der letzten Wochen auf. Jetzt gilt es, eine beschleunigte Schulentwicklung bewusst zu gestalten.

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Inklusion konkret

t_cover_inclusion„Wie kann also Inklusion in einem auf Exklusion angelegten Schulsystem funktionieren?“ Dieser Frage widmen sich Christina Schmidtlein-Mauderer und Wolfgang Schönig mit einem sehr pragmatischen Ansatz. In dem Buch „Inklusion sucht Raum“ stellen sie 15 Schulen vor, die sich jenseits von bloßen Lippenbekenntnissen auf den Weg zu inklusiven Schule gemacht haben.
Wir treffen hier auf unterschiedliche Vorstellungen, was Inklusion bedeutet, und wie sie umgesetzt werden kann und lernen en passant sehr viel über innovative Didaktik, denn ohne die Prinzipien des Offenen Unterrichts, der Individualisierung, Projektorientierung, etc. ist Inklusion zum Scheitern verurteilt.
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