Gedanken zu Virtualität und Sinnlichkeit

Für einen Buchbeitrag denke ich über Folgendes nach – vielleicht möchtet Ihr Euren Blickwinkel dazu mit mir/uns teilen – gerne als Kommentar oder persönlich.

In Resonanz mit der sinnlichen Welt
– der Beitrag der Kunstpädagogik zu einer welthaltigen Erkenntnis angesichts digitaler Distanzierungsbewegungen

Mir scheint, ein großes Problem unserer Zeit ist, dass wir uns oft /vielleicht vorwiegend in einseitig rationalen, versachlichten – mit einer Terminologie von Adorno vielleicht auch erkalteten – Denk- und Handlungsräumen bewegen und so den Kontakt zur sinnlichen Welt sowie zu einer anderen Form der Bewusstheit vernachlässigen, wenn nicht gar verlieren.

Wir zelebrieren eine rationalistische Verstandeskultur, die in ihrer Einseitigkeit, das menschliche Gehirn (heute gerne auch ganz im technischen Geist als Festplatte bezeichnet) in das Zentrum des Universums stellte und dabei einsam werden ließ. Vielfach fehlt dem modernen Kopfmenschen die Bodenhaftung und umso stärker fordert dieser Teil des Menschseins Beachtung und füllt Fitness-Center, Waldkindergärten und Body-Awareness-Seminare. Weiterlesen

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ErkenntnisGestalten als Buch

Dank der freundlichen Unterstützung der Mehlhorn-Stiftung gibt es meine Studie „über die allmähliche Verfertigung der Erkenntnisse im bildnerischen Tun“ jetzt auch ganz handfest als Buch.

 

 

Kurz gesagt geht es um die Form, die das Erkennen annimmt, wenn es sich im Modus des künstlerischen Denkens und Darstellens vollzieht und um die Frage, wie künstlerisches Denken zu lehren ist.

Und etwas ausführlicher: Je breiter unser Repertoire an Weiterlesen

ERKENNTNIS-GESTALTEN

(Auszug aus einem Vortrag zum Thema meiner Dissertation)

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Abb. 1: Zeichnung Anna-Maria Schirmer

Im letzten Sommer saß ich auf einem Stein und zeichnete eine Pflanze. Ich hatte mich gerade in das eigenartige Verhältnis zwischen Stil und Blatt vertieft, als mir ein Tablet direkt vor das Gesicht gehalten wurde. Ein freundlicher Holländer wollte mich mit dieser hilfsbereiten Geste darauf aufmerksam machen, dass man auch viel schneller zu einem Bild kommen könne. Meine Zeichnung sei ja ganz nett, aber wozu die Mühe?

Ja, wozu die Mühe?

Als Kunstpädagogin brauche ich eine tragfähige Begründung, weshalb ich die Bildungs- und Lebenszeit meiner Schüler mit derart mühsamen und umständlichen Tätigkeiten, Weiterlesen

Conference Review

Some thoughts about my conference experience:

Art connects us with the world in a specific way. Through art processes, we get in touch with others, the world and ourselves. Therefore making art can be understood as a kind of worldmaking, as Nelson Goodman turned out.

On Sept. 16th and 17th, a remarkable conference about “International Perspectives of Research in Arts Education” took place in Düsseldorf. Prof. Christian Rittelmeyer, member of the advisory board, invited me, to present my dissertation research there.

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Everyone contributed own ideas about the different ways, how the questions “what can art teach us?” and “what educates us in life?” can be answered.

Liora Bresler from University of Illinois gave Weiterlesen