Laudatio Inklusion und Kunst

Gestern war ich eingeladen für eine Gruppe von Künstlern eine Ausstellung zu eröffnen.

Hier eine Aufzeichnung der Laudatio:

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Inklusion konkret

t_cover_inclusion„Wie kann also Inklusion in einem auf Exklusion angelegten Schulsystem funktionieren?“ Dieser Frage widmen sich Christina Schmidtlein-Mauderer und Wolfgang Schönig mit einem sehr pragmatischen Ansatz. In dem Buch „Inklusion sucht Raum“ stellen sie 15 Schulen vor, die sich jenseits von bloßen Lippenbekenntnissen auf den Weg zu inklusiven Schule gemacht haben.
Wir treffen hier auf unterschiedliche Vorstellungen, was Inklusion bedeutet, und wie sie umgesetzt werden kann und lernen en passant sehr viel über innovative Didaktik, denn ohne die Prinzipien des Offenen Unterrichts, der Individualisierung, Projektorientierung, etc. ist Inklusion zum Scheitern verurteilt.
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Integrativer Kunstunterricht

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Inklusion

am Schyren-Gymnasium

Darstellung des Projektes

Seit einigen Jahren verfolge ich am Schyren-Gymnasium in Pfaffenhofen das Projekt „Kunst ohne Grenzen“. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Adolf-Rebl-Schule (Förderzentrum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) wurde nun schon für drei Schuljahre eine integrative Kunstklasse gegründet. Zum gemeinsamen Kunstunterricht (eine Doppelstunde / Woche) treffen sich jede Woche 11 Schüler des Gymnasiums und 10 Schüler des Förderzentrums zum gemeinsamen Kunstunterricht.

Insgesamt besteht die integrative Kunstklasse in diesem Jahr aus 21 Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen intellektuellen Fähigkeiten, geistigen und körperlichen Behinderungen, Lernschwierigkeiten, sozialen Beeinträchtigungen, Kommunikationsproblemen, etc..

Die Begrenzung der Lerngruppe auf maximal 21 Schüler ist für dieses Projekt unumgänglich. Die große Heterogenität der Gruppe fordert ein stark individualisiertes Eingehen auf alle Schüler und eine sehr aufwendige, Unterrichtsform. Da hier nicht nur Kooperation, sondern Integration angestrebt wird, lernen die Schüler nicht nebeneinander, sondern miteinander und voneinander.

Das setzt eine differenzierende Didaktik voraus, die einerseits für jeden Schüler seinen Fähigkeiten gemäß Erfahrungs- und Lernangebote macht und andererseits das Lernen am gemeinsamen Gegenstand praktiziert. Ein weiterer Grund für die Begrenzung Weiterlesen

Vom Wert des gemeinsamen Arbeitens

Nach einem durchwachsenen Jahr gelang unserer integrativen Kunstklasse ein schöner Abschluss.

Das Märchen „die Wassernixe“ wurde von den Kindern gemeinsam in einem einfachen Trickfilm bearbeitet:

Beim Ballspielen geraten zwei Kinder in einen tiefen Brunnen, in das Reich einer gemeinen Wassernixe. Trotz hinterhältiger magischer Tricks gelingt den Kindern letztendlich die Flucht, was die Wassernixe veranlasst, sich vor Wut in ein Fass zu stürzen.

Das Märchen wurde gelesen, besprochen und in Sequenzen geteilt. Die Aufgaben – Verfassen einer Liste der notwendigen Hintergründe, Figuren und Gegenstände; Umsetzung selbiger; Entwurf eines einfachen Storyboards, Legetrick und Fotografie – wurden von den Schülern arbeitsteilig übernommen.

 

Vielleicht würde man jetzt gerne lesen, dass jedes Kind Weiterlesen

Zweiter Platz im BDK Wettbewerb

Zweiter Platz beim Wettbewerb „Kunststück – Wege der Vermittlung“ mit einem Projekt der integrativen Kunstklasse (Adolf-Rebl-Schule Pfaffenhofen)

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Vom Weg in den Himmel oder in die Hölle…

 

In unserer integrativen Kunstklasse (Schyren-Gymnasium und Adolf-Rebl Schule, Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, siehe BDK Info 2/07) stellt sich die Frage nach Wegen der Kunstvermittlung in besonderem Maß. Aufgrund der stark unterschiedlichen Fähigkeiten müssen nicht nur sehr anschauliche, sondern auch stark individualisierte Wege geöffnet werden. Dabei gilt es, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen gemeinsamem Lernen und individuellem Zugang zu finden.

Gelingt dieses Vorhaben, hält der Unterricht besondere Erkenntnispotenziale Weiterlesen