Aus meinem Winteratelier

In diesem Winter war ich oft mit meinem Hund im Wald beim Spazierengehen. Beobachtet man die Natur genau, entdeckt man immer wieder neue Rhythmen. Damit habe ich mich dann im Atelier auseinandergesetzt. Hier zeige ich euch eine kleine Serie aus dieser Arbeit. Mitten im Winter gemalt, hat sie doch viel Frühlingshaftes …

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Gedanken zu Virtualität und Sinnlichkeit

Für einen Buchbeitrag denke ich über Folgendes nach – vielleicht möchtet Ihr Euren Blickwinkel dazu mit mir/uns teilen – gerne als Kommentar oder persönlich.

In Resonanz mit der sinnlichen Welt
– der Beitrag der Kunstpädagogik zu einer welthaltigen Erkenntnis angesichts digitaler Distanzierungsbewegungen

Mir scheint, ein großes Problem unserer Zeit ist, dass wir uns oft /vielleicht vorwiegend in einseitig rationalen, versachlichten – mit einer Terminologie von Adorno vielleicht auch erkalteten – Denk- und Handlungsräumen bewegen und so den Kontakt zur sinnlichen Welt sowie zu einer anderen Form der Bewusstheit vernachlässigen, wenn nicht gar verlieren.

Wir zelebrieren eine rationalistische Verstandeskultur, die in ihrer Einseitigkeit, das menschliche Gehirn (heute gerne auch ganz im technischen Geist als Festplatte bezeichnet) in das Zentrum des Universums stellte und dabei einsam werden ließ. Vielfach fehlt dem modernen Kopfmenschen die Bodenhaftung und umso stärker fordert dieser Teil des Menschseins Beachtung und füllt Fitness-Center, Waldkindergärten und Body-Awareness-Seminare. Weiterlesen

Wie Diversität die Welt ändern kann

Wenn wir von Diversität und Inklusion sprechen, dann tun wir das oft mit einem imaginierte Heiligenschein über dem angestrengten Kopf. Quasi aus der Position des Überlegenen, da nicht beeinträchtigen Menschen, überlegen wir uns, wir wir jene, nicht ganz ins System passenden auch integrieren können und fühlen uns dann als  starke Helfer.

Sarah Houbolt dreht den Spieß um. Sie zeigt uns, welcher Reichtum in der Diversität liegen kann. Menschen mit Beeinträchtigungen müssen jeden Tag bisweilen auch äußerst kreativ Probleme lösen. Sie bewegen sich in einer Welt, die an den Normen der Mehrheit orientiert gestaltet ist und werden dadurch oft behindert. Da sie den ausgetretenen Trampelpfaden also nicht einfach folgen können, sind sie darauf angewiesen eigene Wege zu finden. So kann man zum Experten im Design Thinking werden, da unkonventionelle Lösungen schlicht notwendig sind, sagt Sarah und schlägt vor, diese Kraft, die Menschen durch ihre Beeinträchtigung entwickeln, zur Veränderung von Systemen zu nutzten.

Von Sarahs mutigen und guten Gedanken können wir, die wir den Komfort haben, uns weitgehend unbehindert zu bewegen, lernen:

 

 

Wege zur abstrakten Kunst

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Vor Kurzem erschien das erste Themenheft aus der Reihe Kunst+Unterricht, das ich als Herausgeberin planen und entwickeln durfte. Gemeinsam mit diversen Autorinnen und Autoren überlege ich in diesem Heft, was Abstraktion in der Kunst bedeutet, wie Kinder und Jugendliche mit Prozessen des Abstrahierens umgehen, wie man Wege zum Abstrakten weisen kann und welchen Bildungswert das hat.

Wozu? Weil ich die Meinung vieler nicht teile, in der abstrakten Kunst zeige sich Nicht-Können oder Provokationsverhalten. Vielmehr meine ich, gerade in der ungegenständlichen Kunst eine Vielfalt an höchst sinnlichen, individuellen Sprachen entdecken zu können. Jenseits gegenständlicher Kategoriebildung können wir im Umgang mit abstrakten und abstrahierten Bildern die Kraft der Farbe und Form an sich kennenlernen und uns auf ein vielschichtiges Denken und Wahrnehmen in Fühlung mit den eigenen Sinnen einlassen.

 

 

 

Wozu Kunstunterricht? Zeichnen um zu denken …

Zeichnen bedeutet, sich ein eigenes Bild von etwas zu machen. Dieses „Etwas“ wird durch den Prozess des Zeichnens genau angeschaut, durchdacht, erkannt …

Hier erklärt einer der führenden Mathematiker unserer Zeit, wie er durch Zeichnen denkt und erkennt und weshalb es keine verschwendete Zeit ist, wenn Kinder in der Schule Zeichnen lernen.

 

Laudatio zur Ausstellung „Free your mind“ von Tatjana Lee

Zur Ausstellungseröffnung „Free Your Mind“ im Haus der Begegnung Pfaffenhofen hier eine Aufnahme meiner Laudatio für Tatjana Lee (Künstler Webseite)

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Das Skript zum Nachlesen:

Liebe Gäste, liebe Familie Kretzschmar, liebe Tatjana,

es ist mir eine besondere Freude, diese Ausstellung eröffnen zu dürfen. Die Kreativität der Kretschmar-Kinder durfte ich in den letzten Jahren schon erleben, nun ergab sich die Chance deine besondere Sicht der Dinge kennen zu lernen, liebe Tatjana …

Sicht der Dinge ist ja eigentlich nicht ganz richtig… es geht ja eher um Blicke auf Menschen, um Blicke von Menschen, um Blickwechsel und vor allem geht es wohl um das, was unter der Oberfläche der schnellen Blickwechsel passiert…

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