Wozu Kunstunterricht? Zeichnen um zu denken …

Zeichnen bedeutet, sich ein eigenes Bild von etwas zu machen. Dieses „Etwas“ wird durch den Prozess des Zeichnens genau angeschaut, durchdacht, erkannt …

Hier erklärt einer der führenden Mathematiker unserer Zeit, wie er durch Zeichnen denkt und erkennt und weshalb es keine verschwendete Zeit ist, wenn Kinder in der Schule Zeichnen lernen.

 

Laudatio zur Ausstellung „Free your mind“ von Tatjana Lee

Zur Ausstellungseröffnung „Free Your Mind“ im Haus der Begegnung Pfaffenhofen hier eine Aufnahme meiner Laudatio für Tatjana Lee (Künstler Webseite)

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Das Skript zum Nachlesen:

Liebe Gäste, liebe Familie Kretzschmar, liebe Tatjana,

es ist mir eine besondere Freude, diese Ausstellung eröffnen zu dürfen. Die Kreativität der Kretschmar-Kinder durfte ich in den letzten Jahren schon erleben, nun ergab sich die Chance deine besondere Sicht der Dinge kennen zu lernen, liebe Tatjana …

Sicht der Dinge ist ja eigentlich nicht ganz richtig… es geht ja eher um Blicke auf Menschen, um Blicke von Menschen, um Blickwechsel und vor allem geht es wohl um das, was unter der Oberfläche der schnellen Blickwechsel passiert…

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Wozu Kunstunterricht? Beispiel 2

Beispiel 2: Der Blick für Wesentliches

In dieser Unterrichtseinheit für die 11. Klasse ging es darum, die Schülerinnen und Schüler für die Möglichkeiten abstrahierter Darstellungsformen zu sensibilisieren. Jeder wählte eine kurze Episode aus der Odyssee und entwickelte dann in einer Serie von kleinen Tonarbeiten eine Plastik, die den Kern der Geschichte darstellen sollte.

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Blick in mein Sommeratelier

Nach einem turbulenten Schuljahr habe ich die Arbeit in meinem Atelier wieder verstärkt aufgenommen. Das nehme ich zum Anlass, einen Einblick in meine Werkstatt zu zeigen:

Steine, Steine, Steine ... und irgendwie sind sie doch Verwandte der Wolken.

Steine, Steine, Steine … und irgendwie sind sie doch Verwandte der Wolken.

Strich für Strich entstehen die Räume auf dem Papier: Innenraum, Außenraum, Umraum. Materie in Form, Form in Materie ...

Strich für Strich entstehen die Räume auf dem Papier: Innenraum, Außenraum, Umraum. Materie in Form, Form in Materie …

weiter auf der Suche nach dem Innenraum ...

weiter auf der Suche nach dem Innenraum …

und weiter ...

und weiter …

und weiter ...

und weiter …

Was passiert an den Stellen, an denen der Stein seine unendlich langsam gewachsene Form abrupt verliert? Ende oder Einblicke in Unendlichkeit?

Was passiert an den Stellen, an denen der Stein seine unendlich langsam gewachsene Form abrupt verliert? Ende oder Einblicke in Unendlichkeit?

"Tja", sagen die Vögel ...

„Tja“, sagen die Vögel …

... und der Rehbock erinnert sich an die Malerei, die es im letzten Jahr gab ...

… und der Rehbock erinnert sich an die Malerei, die es im letzten Jahr gab …

???

???

! - !

! – !

Der Apfelbaum erinnert sich an den Frühling.

Der Apfelbaum erinnert sich an den Frühling.

Zwei Stachelige unterhalten sich.

Zwei Stachelige unterhalten sich.

Aus meiner Sammlung an Naturumhüllungen ...

Aus meiner Sammlung an Naturumhüllungen …

Hülle, Haut, Schale ... Vom Atem der Natur umarmt?

Hülle, Haut, Schale … Vom Atem der Natur umarmt?

Ölig umarmt? Etwas schroff, trotz zart?

Ölig umarmt? Etwas schroff, trotz Zartheit?

Blättern in unserem Garten. Diese Blätter haben sich wie Häute um die Hände gelegt, wenn man sie nahm. Erinnerung und Gefühl konserviert ...

Es gab mal einen Baum mit großen, weichen Blättern in unserem Garten. Diese Blätter haben sich wie Häute um die Hände gelegt, wenn man sie nahm. Erinnerung und Gefühl konserviert …

auch so ...

auch so …

zum Schluss!

zum Schluss!

Kunstunterricht: Wozu ist das gut?

Als Lehrerin entscheide ich faktisch jeden Tag über die Verwendung von Lebens- und Bildungszeit meiner Schüler. Kinder und Jugendliche verbringen in der Schule, in der ich arbeite, ca. 45- 90 Minuten im Kunstunterricht. Sie zeichnen, malen, fotografieren, plastizieren, fertigen Drucke an, bauen Modelle und betrachten Kunstwerke und Phänomene der Alltagsästhetik.

Die Frage, `wozu ist das gut?`, steht nicht nur oft im Klassenraum, sondern beschäftigt sicher auch Eltern und Menschen, die über Schule nachdenken.

Warum einen aufwendigen Holzschnitt zum Drucken eines Bildes anfertigen, wenn wir doch allerorts und jederzeit über Drucker verfügen? Muss man heute wirklich noch zeichnen können?

Weshalb mit den Werken von freakigen Künstlern Zeit verbringen oder Architektur aus längst vergangener Zeit betrachten?

Ich möchte hier einige meiner persönlichen Antworten anbieten und meine Unterrichtsentscheidungen offen legen, fragmentarisch, strichpunktartig, diskutierbar

Beispiel 1: Ein Raum für einen Satz

Bei dieser Unterrichtseinheit wählten die Schüler einer 12. Klasse eine Zeile aus einem Lied oder einem Gedicht. Die Aufgabe bestand darin, zu dem Textfragment modellhaft eine Rauminstallation zu entwickeln, die mit Schrift und Bild arbeitet.

2018

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Publikationen Anna-Maria Schirmer

Publikationen Anna-Maria Schirmer

 

Artikel in Fachzeitschriften:

  • SCHIRMER, Anna-Maria / KIRSCHENMANN, Johannes: Die Frage als Ausgangspunkt für eine gute Unterrichtsplanung. In: KUNST+UNTERRICHT. Beilage Heft 323/324. 2008, S. 16-18
  • SCHIRMER, Anna-Maria / KIRSCHENMANN, Johannes: Planungsparameter im Themenfeld Körper. In: KUNST+UNTERRICHT. Beilage Heft 323/324. 2008, S. 19-21
  • SCHIRMER, Anna-Maria: Kunst ohne Grenzen. Integrativer Kunstunterricht am Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen. In: BDK Info Februar 2007
  • SCHIRMER, Anna-Maria / WICHELHAUS, Barbara: Orientierung: Förderung und Kompensation. In:KUNST+UNTERRICHT. Heft 334/335 2009 S. 70 – 77
  • SCHIRMER, Anna-Maria: Vom Weg in den Himmel oder in die Hölle … In: BDK Info, März 2008
  • SCHIRMER, Anna-Maria: Rauhnachtsgesellen und Dämonen. Unbekannte Figuren rund um die Weihnachtszeit. In: KUNST+UNTERRICHT, Heft 306, 2006 S. 27-29
  • SCHIRMER, Anna-Maria: Sidneys Begabung. Nachdenken über vermeintlich Selbstverständliches. In KUNST+UNTERRICHT, 369/370, 2012, S. 79
  • SCHIRMER, Anna-Maria: Kunstgeschichten gemeinsam entwickeln. Ein Projekt aus dem integrativen Kunstunterricht. In: KUNST 5 bis 10. Ausgabe 38 / 2015
  • SCHIRMER, Anna-Maria: Irritation und Intuition. In: gfwm Themen 10/2015 (eine Fachpublikation für die Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.)

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